PRESSEMITTEILUNG

Nachhaltige Glasfassaden zunehmend nachgefragt

GUNDELFINGEN, 23. OKTOBER 2019. Energieeffiziente Glasfassaden werden im nachhaltigen Bauen zunehmend nachgefragt. So sollen neue Hochhäuser wie das Mizal visions on campus in Düsseldorf oder das Forschungszentrum von Servier in Paris mit einer besonders klimafreundlichen Closed Cavity Fassade verkleidet werden. Die Josef Gartner GmbH hat diese geschlossene zweischalige Fassade weiterentwickelt, die den sommerlichen und winterlichen Wärmeschutz sowie den Schallschutz verbessert und mehr Tageslicht ermöglicht. In der Klimadebatte wird auch die Energiebilanz von verglasten Hochhäusern diskutiert. Bei bestimmten einschaligen oder einfach konstruierten Fassaden können sich die Gebäude im Sommer stark aufheizen und viel Strom durch Klimaanlagen verbrauchen. Städte wie London und New York wollen den Energieverbrauch von Neubauten nun deutlich senken.

Weiterentwicklung der klimafreundlichen Closed Cavity Fassade

Bei Fassadenbauer Gartner werden deshalb zunehmend Fassadenkonstruktionen wie die Closed Cavity Fassade (CCF) nachgefragt, die das bayerische Unternehmen vor zehn Jahren zusammen mit dem Fraunhofer Institut zur Serienreife entwickelt hat. Ein geschlossener Zwischenraum zwischen der inneren und äußeren Verglasung ermöglicht den Einsatz von hochtransparentem Glas und eines windunabhängigen sowie hochsensiblen Sonnenschutzes, um Transparenz, Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit zu verbessern. “Bisher standen die Anforderungen an Transparenz im Widerspruch zum Wärmeschutz. Um einen hohen sommerlichen Wärmeschutz zu erzielen, musste die Lichtdurchlässigkeit der Gläser durch Sonnenschutzbeschichtungen eingeschränkt werden, die auch die Farben verändern,” so Gartner-Geschäftsführer Jürgen Wax.

Bauphysikalisch hat die CCF in vielen Bereichen neue Maßstäbe gesetzt. So wird ein Ucw-Wert von 0,59, ein g-Wert von 0,08 mit Sonnenschutz und von 0,44 ohne Sonnenschutz, ein Schallschutz von bis zu Rw dB 50 sowie eine Lichttransmission von 0,63 ohne Sonnenschutz und von 0,10 mit Sonnenschutz erreicht. Gartner hat die CCF seit Einführung kontinuierlich weiterentwickelt und am Hauptsitz im bayerischen Gundelfingen eine neue Fertigungslinie zum Zusammenbau von Glas und Rahmen mit einer speziellen Waschanlage und Sauberbereich eingerichtet. Denn erst höchste Sauberkeit und Präzision bei der Fertigung ermöglichen einwandfreie Funktionen dieses besonderen Fassadentyps, für den Gartner die verbauten Materialien nach Anforderungen aus der Automobilbranche testet.

Die ersten CCF-Fassaden fertigte Gartner in der Schweiz für das Pharmaunternehmen Roche, darunter das 180 m hohe Roche Hochhaus in Basel als höchstes Gebäude der Schweiz. Aktuell montiert das Unternehmen eine 83.900 qm große CCF am Dienstleistungsprojekt The Circle am Züricher Flughafen, dem aktuell größten Bauprojekt der Schweiz. In London konnte gerade die Montage einer 67.000 qm großen CCF am 22 Bishopsgate abgeschlossen werden, mit 278 m das höchste Gebäude der City.

Neue Aufträge: CCF-Fassaden für Mizal in Düsseldorf und Servier in Paris

Das Neubauprojekt Mizal in Düsseldorf, ein zukunftsweisender Office-Campus, bestehend aus einem 44 m hohen und mehreren bis zu 22 m hohen Bauten am Medienhafen, sollte zunächst mit einer einschaligen Fassade verkleidet werden. Gartner konnte die Bauherren dann bei einer Besichtigung von 22 Bishopsgate in London von der CCF überzeugen. Denn trotz hoher Lärmbelastung durch Verkehr und Bauarbeiten ist es in den tageshellen Räumen angenehm ruhig. Bis 2021 soll das Mizal jetzt mit einer 17.630 qm großen CCF verkleidet werden, die größte bisher in Deutschland gebaute CCF. Die geschuppte Fassade folgt der komplexen Zick-Zack-förmigen Geometrie des Gebäudes. Strukturiert wird es durch Bänder mit großflächigen und hochwertig lackierten Blechen zwischen den Geschossen. Die hochtransparente CCF soll einer Werbeagentur als Nutzerin zusammen mit einschaligen Pfosten-Riegel-Fassaden für zahlreiche Loggien ein transparentes und kommunikationsförderndes Arbeitsumfeld mit viel Tageslicht bieten. Die Lobby erhält zweigeschossige CCF-Fassaden. In die 1,25 x 3,30 m hohen Regelelemente der CCF soll ein  Lamellenraffstore mit 60 mm perforierten Lamellen integriert werden, der durch den Einbau zwischen den Scheiben vor Beschädigungen und Verschmutzung geschützt ist

Das neue Pharmazeutische Forschungszentrum von Servier in Paris-Saclay soll von Gartner und Permasteelisa France mit einer Design-Fassade aus zweidimensional gewellten VSG-Scheiben verkleidet werden. Insgesamt werden 3.584 qm als gebogene Glasfassade sowie 4.021 qm als Zweite-Haut-Fassade, davon 3.750 qm als CCF, gefertigt. Heißgebogene Verglasungen in einem kleinen Radius geben dem 21 m hohen ringförmigen Gebäude eine Wellenform. In diese erste CCF in Frankreich werden Holz- oder Aluminiumelemente in den Fassadenzwischenraum integriert, die an Apothekerregale erinnern und dem Sonnen- und Blendschutz dienen. Die CCF-Elemente wechseln sich mit Elementen mit Dreh-Kipp-Flügeln und Rauchabzugsöffnungen ab. Ab 2022 sollen die ersten Mitarbeiter der Pharmagruppe Servier in diesen Campus einziehen, der sechs Gebäude mit einer Kapazität von 800 Personen umfasst.

Josef Gartner GmbH

Mit seinen Fassaden aus Aluminium, Stahl und Glas prägt die Josef Gartner GmbH zahlreiche Architekturikonen. Von der Elbphilharmonie in Hamburg bis zur neuen Apple-Zentrale im kalifornischen Cupertino. Bei großen und komplexen Bauprojekten ist Gartner weltweit eine der ersten Adressen für hochwertige Fassaden, die sich vor allem durch Ingenieurkunst, handwerkliche Präzision und höchste Qualität auszeichnen. Weltweit beschäftigt das Unternehmen mit Hauptstandort in Gundelfingen an der Donau über 1.500 Mitarbeiter. Seit 2001 gehört das 1868 gegründete Familienunternehmen zur italienischen Permasteelisa Gruppe.

Nähere Informationen:
Jürgen Wax, Geschäftsführer Josef Gartner GmbH, und Birgit Hafner, Manager Corporate Communications, Gartnerstr. 20, 89423 Gundelfingen, Tel.: 090 73 84 0

Dr. Jochen Mignat, Dr. Mignat PR, Am Hexenpfad 11, 63450 Hanau, Tel. +49 6181 507 91 0, pr@mignat.de

Pressefotos:
Monika Nicklaser, Tel. 09073-84-2378 m.nicklaser@permasteelisagroup.com