PRESSEMITTEILUNG

Gläserne City ohne Lärm

The Circle am Flughafen Zürich mit energiesparenden und schalldämmenden Fassaden

GUNDELFINGEN, 8. SEPTEMBER 2020. Am Flughafen Zürich entsteht mit The Circle eine neue Art von Stadt. Die Gebäude dieser gläsernen City sind mit hochschalldämmenden Fassaden vor Verkehrslärm geschützt. Glasdächer und Glasbrücken verbinden einzelne Häuser des größten Schweizer Dienstleistungskomplexes und bieten auf den Plätzen und Gassen eine regengeschützte Freiluftatmosphäre. Zudem überdecken geneigte und gebogene Closed Cavity Fassaden  nahezu die ringförmige Zubringerstraße.

Am wichtigsten Verkehrsknoten der Schweiz wurde auf einer Grundfläche von 30.000 Quadratmetern seit 2015 The Circle errichtet. In Gehdistanz zu den Terminals realisierten die Flughafen Zürich AG und die Swiss Life AG das größte Schweizer Hochbauprojekt mit einer Nutzfläche von 180.000 Quadratmetern. Die sechs einzelnen Häuser sind 9 bis 11 Stockwerke und damit maximal 38 Meter hoch.

The Circle bündelt zwei Hotels, ein Konferenzzentrum für 2.500 Personen, ein ambulantes Gesundheitszentrum des Universitätsspitals Zürich sowie Büros und Ladengeschäfte. In der zweiten Jahreshälfte 2020 werden die Häuser schrittweise in Betrieb genommen. Der Komplex, der im Frühjahr 2021 offiziell eröffnet werden soll, ist fast vollvermietet. So hat die Flughafen Zürich AG ihren neuen Hauptsitz mit 600 Mitarbeitern bereits bezogen. Weitere Mieter sind beispielsweise Raiffeisen, Microsoft und SAP, die ebenfalls die verkehrsgünstige Lage schätzen.

Pro Tag 700 Flugbewegungen, 500 Zugverbindungen und 900 Busfahrten führen aber auch zu einer erheblichen Lärmbelastung. Um ein ruhiges Arbeiten und einen ungestörten Aufenthalt zu ermöglichen, wurden die Häuser deshalb mit einer 83.000 Quadratmeter großen Closed Cavity Fassade verkleidet. Dank dieser geschlossenen zweischaligen Fassade der Josef Gartner GmbH, die eine Schalldämmung von bis zu 47 dB erreicht, hören die Nutzer keine Außengeräusche. Während sie akustisch vor Verkehrslärm geschützt sind, sind sie visuell über die hochtransparenten Gläser eng mit der Umgebung verbunden.

Auch dieser Effekt fördert eine stimulierende und überraschende Beziehung zwischen Innen- und Außenräumen, die der japanische Star-Architekt Riken Yamamoto erzielen möchte. The Circle “soll keine Konsumstadt sein, sondern eine `creative city´. Wir wollen eine Altstadt mit neuer Technik auf mehr als 270.000 Quadratmeter Fläche schaffen. Die Dichte ist beim `Circle´ sehr hoch, kann aber Geborgenheit vermitteln und Aufenthaltsqualität schaffen. The Circle ähnelt einer japanischen Metropole: Die große Form entsteht aus lauter kleinen Elementen”, so Riken Yamamoto, der mit The Circle sein erstes Projekt in Europa realisiert.

Von außen vermittelt der halbkreisförmige Komplex ein einheitliches Erscheinungsbild, das auf die Formen des Flughafens Bezug nimmt. Am Flughafenzubringer Butzenbühlring folgt die homogen gebogene und geneigte Fassade der Ringform und biegt sich über die Straße. Da die Attika den Fußpunkt an der Stelle der stärksten Außenneigung um ca. 15 Meter überdeckt, können Nutzer aus den oberen Büros direkt auf den Verkehr hinab blicken. In Richtung der neu gestalteten Parkanlage lösen sich die Großformen immer mehr auf und bieten innerstädtische Qualitäten. Yamamoto ließ sich dabei vom Auf und Ab der Gassen in der Zürcher Innenstadt anregen. Im Unterschied zur Zürcher Altstadt können Besucher dort aber geschützt unter Glasdächern im Freien flanieren und sitzen. Mit einer maximale Steigung von sechs Prozent sind die Plätze und Gassen zudem barrierefrei.

Da alle Fassaden der einzelnen Gebäude silbrig schimmern sowie flach und bündig sind, entsteht ein einheitliches Bild. Sie bestehen aus schlanken Betonstützen, die mit Aluminiumpaneelen verkleidet wurden, und weisen nur drei Spannweiten aus. Nach außen gibt es keine Vor- und Rücksprünge.

Für die Nachhaltigkeit von The Circle, das nach LEED Platin und Minergie zertifiziert werden soll, spielt die energieeffiziente Closed Cavity Fassade mit einem Ucw-Wert von bis zu 0,77 ebenfalls eine Schlüsselrolle. Außerdem sorgen über 1.000 Energiepfähle dafür, dass der weitaus größte Teil der Wärme- und Kühlenergie dem Boden entzogen wird. Eine Photovoltaikanlage produziert einen Teil des notwendigen Stroms und das Regenwasser wird als Grauwasser in den Gebäuden verwendet.

Josef Gartner GmbH

Mit seinen Fassaden aus Aluminium, Stahl und Glas prägt die Josef Gartner GmbH zahlreiche Architekturikonen. Von der Elbphilharmonie in Hamburg bis zur neuen Apple-Zentrale im kalifornischen Cupertino. Bei großen und komplexen Bauprojekten ist Gartner weltweit eine der ersten Adressen für hochwertige Fassaden, die sich vor allem durch Ingenieurkunst, handwerkliche Präzision und höchste Qualität auszeichnen. Weltweit beschäftigt das Unternehmen mit Hauptstandort in Gundelfingen an der Donau über 1.500 Mitarbeiter. Seit 2001 gehört das 1868 gegründete Familienunternehmen zur italienischen Permasteelisa Gruppe.

Nähere Informationen:
Jürgen Wax, Geschäftsführer Josef Gartner GmbH, und Birgit Hafner, Manager Corporate Communications, Gartnerstr. 20, 89423 Gundelfingen, Tel.: 090 73 84 0

Dr. Jochen Mignat, Dr. Mignat PR, Am Hexenpfad 11, 63450 Hanau, Tel. +49 6181 507 91 0, pr@mignat.de

Fotos zur Circle-Fassade:
Monika Nicklaser, m.nicklaser@permasteelisagroup.com